Filmbeschreibung

Die Panama Canal Railway (2006)
Pazifik - Atlantik hin und zurueck. Um sieben Uhr morgens kaufen Touristen und Pendler im Bahnhof von Panama Stadt ihre Fahrkarten bei der Schaffnerin Ila Tellez. Umgerechnet gut 30 Euro kosten die Hin- und Rueckfahrt.

Fuer die Pendler ist das Routine, fuer die Touristen eine Attraktion. Eine Stunde dauert die einfache Fahrt.

Traumjob Ila hat einen Job, um den viele sie beneiden. Sie ist eine von zwoelf Schaffnerinnen auf dem Zug der Panama Canal Railway. Viele Fahrgaeste kennt sie laengst beim Namen, doch der wirkliche Kick sind fuer sie die Begegnungen mit den Touristen.

Ila: "Es ist total faszinierend, weil man jeden Tag mit Menschen unterschiedlicher Nationalitaeten und Sprachen zu tun hat. Und die ueberraschten Gesichter sehen kann, wenn sie die Landschaft beobachten. Das begeistert viele, und das ist schoen fuer mich zu sehen."

Alte und ganz alte Verkehrsader Fuer manche Passagiere ist es allerdings alltaeglich: Nach zehn Minuten Fahrt passiert der Express die Schleusen von Miraflores. Nicht nur Panama-Kanal verbindet Pazifik mit Atlantik, sondern auch der Zug.

Undenkbar erschien es vor 200 Jahren zunaechst, dass die ehrgeizigen Plaene eines Kanals mitten durch das Land umgesetzt werden koennten. Auf der bestehenden Eisenbahn-Linie wurden Arbeiter und Material fuer den Bau transportiert.

Aus dem Schlaf erwacht
 
Unter der US- Verwaltung des Panamakanals versank die Strecke in einem Dornroeschenschlaf. Laengst gehoert der Kanal zu Panama, und seit drei Jahren rollt die rundum erneuerte Bahn - die meiste Zeit am Kanal entlang. Urwald-Zug Vom Panoramawagen aus blicken die Gaeste auf die Schoenheiten des Soberaniá Nationalparks. Die Wagen aus den 30er Jahren wurden aufwaendig restauriert. "Ich finde den Zug fantastisch", meint ein Mitreisender, "man hat alles sehr schoen gemacht. Wir durchfahren diesen Urwald, das ist unglaublich. Die Ausstattung des Zuges passt auch gut in die Natur, finde ich, das ganze Design. Wunderschoen, ich haette mir das nicht so großartig vorgestellt."

Schaffner als Reisefuehrer Ila und ihre Kolleginnen versorgen ihre Gaeste nicht nur mit Snacks und Getraenken, sie verstehen sich auch als eine Art Reisefuehrerinnen. "Wenn wir diese riesigen Schiffe sehen, weisen wir die Touristen sofort darauf hin", sagt Ila. "Meistens kennen wir die Namen der Kreuzfahrtschiffe, weil deren Gaeste oft auch bei uns mitfahren. Wir erkennen die verschiedenen Firmen und Ausstattungen an ihrer Groesse und Form wieder. Wir wissen zum Beispiel, dies ist ein richtiges Luxusschiff und empfehlen unseren Fahrgaesten dann: Kommt morgen wieder, dann koennt Ihr mal Passagiere von einem dieser Schiffe kennen lernen."

Auf Geleisen durch den See 20 Minuten hinter Panama-City ueberquert der Zug die Zuflussstelle des Rio Charges in den Kanal. Der Fluss wurde an dieser Stelle 1913 zu einem riesigen See aufgestaut. Er ist so gross wie der Bodensee, gut 1/3 der Kanalroute fuehrt auf einem Damm mitten durchs Wasser.
Bei der Ueberflutung blieb in der Mitte des Stausees die Insel Barro Colorado zurueck, ein einzigartiges Paradies fuer Pflanzen und Tiere und zugleich ein Anziehungspunkt fuer Forscher aus aller Welt. Das Smithsonion Institut unterhaelt auf der Insel seit ihrer Entstehung eine Forschungsstation, die Station Galeta.

Karibisches Biotop Stanley Heckadon ist dort Wissenschaftler: "Wir haben hier eine vier Kilometer lange Straße, sie heisst Galeta Road. Sie fuehrt durch die Feuchtgebiete, die Mangrovenwaelder und den karibischen Tiefland-Regenwald. Auf diesen vier Kilometern gibt es 300 Vogelarten - soviel wie in ganz Spanien und Portugal zusammen."

Schiffsriesen im Nadeloehr Taeglich passieren 45 Ozeanriesen den Kanal, durch riesige Schleusenanlagen. Stanley Heckadon: "Es ist ein grosser Knotenpunkt von Wegen, Seewegen, aller moeglichen Arten von Verbindungen, man kann sie nicht sehen, aber sie sind da. Von hier aus ist die Menschheit nach Suedamerika, nach Chile, gefahren, oder Richtung Norden nach Quebec und Alaska, und weiter nach Osten gereist zu den Philippinen und nach China."
In den riesigen Schleusenanlagen wie etwa in Gatun, werden die Schiffe allein durch Wasserkraft um 26 Meter angehoben oder abgesenkt. Das erspart ihnen den langwierigen Weg um das Kap Hoorn. Die Anlagen sind Zeugnisse alter Ingenieurskunst.

Ende einer Ueberfahrt Hinter den Gatun-Schleusen hat auch unser Zug sein Ziel fast erreicht. Fuer Ila ist der Arbeitstag dann aber noch lange nicht zu Ende. Sie wird nach der Ankunft ihr Zugabteil saeubern und fuer die Rueckfahrt in neun Stunden fertig machen. "Anstrengend, aber auch faszinierend", sagt sie. "Kinder, aber auch viele Jugendliche und Erwachsene sagen zu mir: So einen Job wie du moechte ich auch haben."

Am Ziel gibt Ila rasch noch ein paar Tipps fuer den Aufenthalt in Colon und ein letztes Laecheln fuer einen schoenen Tag.

Endpunkt in jeder Hinsicht Die Stadt Colon ist ein Kind der Eisenbahn, denn hier endete die urspruengliche Bahnstrecke. Mit der Eroeffnung des Kanals zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte der Ort seine Bluetezeit. Heute ist Colon dem Verfall preisgegeben. Einzige Ausnahme ist das mondaene Hotel Washington, das direkt am Atlantik liegt.

Wer nicht bleiben moechte, der steigt am fruehen Abend mit den Pendlern wieder in die Panama Rail, laesst sich von Ila und ihren Kolleginnen noch einen Drink servieren und geniesst den kurzen Sonnenuntergang ueber dem Gatun See.

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Filmdetails

Die Panama Canal Railway
Laufzeit: 6 min.
Sprache: Deutsch
Genre: Sonstige, International, Eisenbahnen, Reise
Land: Panama
Produzent: Take It Media
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