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Vor 75 Jahren, 1914, kam er in einer Hauptstadt der k.u.k.- Monarchie, in Budapest zur Welt : George Tabori, Schriftsteller und Theaterregisseur. 1987 uebernahm er - nicht sehr weit davon - in Wien die Leitung des Theaters "Der Kreis". Dazwischen liegt eine lange Wanderschaft durch die grossen Staedte und die grossen Theater Europas und der USA. George Tabori ist Jude, sein Vater wurde in Auschwitz ermordet und keiner hat so eindringlich, bestuerzend und befreiend wie er das Thema des Holocaust auf die Buehne gebracht, die Frage nach der Verstrickung von Opfer und Taeter gestellt, nach Ineinander von Grauen und Groteske. Nachdem er an den grossen Buehnen inszeniert hat, will er nun wieder im "Kreis" mit seinen Schauspielern experimentieren, und das heisst fuer ihn wirklich : gemeinsam arbeiten.
Er ist neugierig auf Menschen geblieben. Ottokar Runze zeigt in seinem Film Proben dieser Arbeit und Szenen aus den Inszenierungen von "Mein Kampf und "Masada". Doch im Mittelpunkt dieses Films steht ein Gespraech mit Tabori ueber Wien, ueber alten und neuen Antisemitismus, ueber das Glueck des Theatermachers und ueber die Annehmlichkeiten des Alters.
1989 / 30 Min.
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